Steuererklärung

Selbständige, Freiberufler und alle Menschen mit Einkünften aus der Land- und Fortwirtschaft, aus einem Gewerbebetrieb oder aus einer sonstigen selbständigen Arbeit sind in Deutschland zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Im Gegensatz zu einer Steuererklärung als Arbeitnehmer, ist eine Steuererklärung bei einem Selbständigen in der Regel wesentlich komplizierter, sodass es sich empfiehlt gerade in der Anfangsphase Hilfe durch einen Steuerberater in Anspruch zu nehmen.

Selbständige müssen ihre verschiedenen Einkunftsarten separat  in der Einkommenssteuererklärung angeben. Die Gewinnermittlung kann durch den so genannten Betriebsvermögensvergleich erfolgen, oder aber durch die Einnahmen-Überschussrechnung. Bei Einkünften aus der Land- und Forstwirtschaft ist auch eine Gewinnermittlung auf der Grundlage von Durchschnittssätzen möglich. Selbständige haben bei der Wahl der Art der Gewinnermittlung jedoch nicht immer freie Wahl, da es sich bei der Einnahmen-Überschussrechnung um eine vereinfachte Gewinnermittlungsmethode handelt. Diese darf zwar von jedem Freiberufler angewendet werden, jedoch nicht von jedem Gewerbetreibendem. Die Einnahme-Überschussrechnung reicht für Freiberufler und Kleingewerbetreibende mit weniger als 50.000 Euro Gewinn beziehungsweise mit weniger als 500.000 Euro Umsatz pro Jahr. Liegen die Gewinne bzw. die Umsätze über diesen Zahlen, muss eine Bilanz erstellt werden.

Hier sehen Sie die Unterschiede zwischen dem Betriebsvermögensvergleich und der Einnahmen-Überschussrechnung im Überblick:

Einnahmen-Überschussrechnung: 

– Es werden nur die Einnahmen und die Ausgaben erfasst (außer AfA und Privatanteile)
– Das Betriebsvermögen tritt nicht in Erscheinung
– Einkäufe und Verkäufe werden hier zum Zeitpunkt der Zahlung erfasst
– Es erfolgt keine Erfassung von Bestandsveränderungen
– Es werden keine Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet

Betriebsvermögensvergleich:

– Es werden Werveränderungen des Vermögens erfasst
– Das Betriebsvermögen wird innerhalb der Bilanz veröffentlicht
– Einkäufe und Verkäufe werden hier zum Zeitpunkt der Lieferung erfasst
– Es erfolgt eine gewinnwirksame Erfassung von Bestandsveränderungen an Erzeugnissen
– Es werden Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet
– Die Umsatzsteuer wird als durchlaufender Posten behandelt

Als Zeitpunkt der Abgabe der Einkommenssteuererklärung sollten Sie Ende Mai im Hinterkopf behalten, dieser Zeitpunkt gilt als Standard-Abgabetermin. Auch hier empfiehlt es sich einen Steuerberater zu kontaktieren, da Ihnen dieser auch bei einer Fristverlängerung behilflich sein kann, wenn Sie mit Ihren Unterlagen noch nicht so weit sein sollten. Wichtig ist jedoch stets alle Abgabetermine des Finanzamts zu notieren und ernst zu nehmen, sonst drohen Strafzahlungen oder – noch schlimmer – Steuerschätzungen, die schnell ins Geld gehen.

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