Rechtsformen Überblick

Beim Vorhaben die eigene Existenz auf einer selbständigen Tätigkeit aufzubauen, steht man stets auch vor der Wahl der optimalen Rechtsform. Die Wahl der Rechtsform ist eine konstitutive Entscheidung, die in der Regel nur mit einem hohen Aufwand verändert werden kann. Dennoch ist ein Unternehmer in der Wahl seiner Rechtsform zunächst frei. Da der Gesetzgeber die einzelnen verfügbaren Unternehmensformen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Rechten und Pflichten sowie daraus ergebenden Vor- und Nachteilen ausgestattet hat, kann die Auswahl der passenden Rechtsform anhand dieser Kriterien erfolgen, welche für die Rechtsformen Einzelunternehmen, GmbH, OHG, KG, GbR und Limited im Folgenden einzeln herausgearbeitet werden.

Das Einzelunternehmen

Eigenschaften

Das Einzelunternehmen gehört zu den am häufigsten gewählten Rechtsformen in Deutschland. Besondere Formen der Einzelunternehmertätigkeit sind die freiberufliche Tätigkeit gemäß § 18 EKStG sowie die Geschäftsbezeichnung des Kleinunternehmers im Sinne des § 19 UStG.

Vor- und Nachteile

Die Wahl der Rechtsform des Einzelunternehmens kann eine gute Alternative für den einfachen und kostengünstigen Einstieg in die Selbständigkeit bieten. Die Gründung ist ohne Mindestkapitel, ohne rechtliche Vertretung oder vertragliche Regelung möglich. Ebenso vorteilhaft ist die alleinige Entscheidungsgewalt des Inhabers zu allen Fragen der Unternehmensführung. Der Unternehmer kann über die Unternehmensgewinne allein verfügen, muss jedoch auch das Unternehmensrisiko und alle Verluste allein tragen.

Gleichwohl die Rechtsform der Einzelunternehmung für den Inhaber mit zahlreichen Vorteilen verbunden ist, können sich die alleinige und unbeschränkte Haftung des Unternehmers mit seinem Privat- und Geschäftsvermögen sowie die Begrenzung des Eigenkapitals durch das vorhandene Privatvermögen nachteilig auswirken. Ist eine Erhöhung des Unternehmenskapitals nicht durch eine Innenfinanzierung möglich und sind Kredite erforderlich, hängt die Aufnahmemöglichkeit solcher Kredite mit der Bonität des Unternehmers als Kreditnehmer zusammen. Langfristige Kredite können außerdem den Handlungsspielraum des Unternehmers durch bestimmte Mitsprache- und Kontrollrechte für die Bank einschränken.

Rechte und Pflichten

Die Einzelunternehmer unterliegt in seinen Rechten und Pflichten den Paragraphen 1 bis 104 HGB. Die Gründung erfolgt formlos, gleichwohl je nach Art und Umfang des Unternehmens verschiedene Meldepflichten, wie bspw. die Anmeldung eines Gewerbes oder die Beantragung einer Steuernummer beim Finanzamt, sowie bestimmte Auflagen zu beachten sind. Der Firmenname – das gilt auch für die weiteren Rechtsformen – kann frei gewählt werden, muss sich jedoch von anderen Unternehmen unterscheiden, zur Kennzeichnung des Unternehmens geeignet sein und darf nicht irreführend sein.

Die Eintragung in das Handelsregister kann aufgrund der Regelungen aus §1 HGB (Handelsgesetzbuch) erforderlich sein oder freiwillig erfolgen, wobei dann die Ergänzungen e.K., e.Kfm. für eingetragener Kaufmann oder e.Kfr. für eingetragene Kauffrau im Namen geführt werden müssen. Einzelunternehmer unterliegen grundsätzlich der Einkommenssteuer-, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuerpflicht sowie ggf. weiteren Steuerarten. Überdies ist jeder Kaufmann handels- und steuerrechtlich dazu verpflichtet, Bücher zu führen, welche die Handelsgeschäfte und die Lage des Vermögens nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung erkenntlich machen, wobei je nach Höhe der Umsatzerlöse und des Jahresabschlusses handelsrechtlich Ausnahmeregelungen gelten können.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Eigenschaften

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft, bei welcher die Haftung der Gesellschafter auf die Höhe ihrer Stammeinlagen begrenzt ist. Dabei ist die GmbH eine eigenständige Rechtsperson, die als solche im Geschäftsverkehr auftreten sowie klagen und verklagt werden kann. Die Gründung ist durch eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen möglich. Als juristische Person kann die GmbH selbst auch Gesellschafterin eines anderen Unternehmens werden.

Vor- und Nachteile

Der wichtigste Vorteil der GmbH liegt in der Haftungsbeschränkung der Gesellschafter, allerdings kann diese Haftungsbeschränkung die Kreditwürdigkeit der GmbH aus Sicht der Banken schmälern. Dagegen kann eine Erhöhung des Eigenkapitals ebenso durch eine Erhöhung der Gesellschaftereinlagen oder durch Aufnahme neuer Gesellschafter erfolgen. Darüber hinaus trägt die GmbH das Unternehmens- und Verlustrisiko bzw. die einzelnen Gesellschafter nur bis zur Höhe ihrer Stammeinlagen. Der Gründungsprozess der GmbH ist bereits mit Aufwand an Zeit und Kosten, bspw. für die Erstellung des Gesellschaftsvertrages, der notariellen Beurkundung und der Erbringung der Stammeinlage verbunden. Die Stammeinlage beträgt per Gesetz 25.000 Euro, von denen 12.500 Euro als Mindesteinlage durch die Gesellschafter erbracht werden müssen.

Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten einer GmbH sind im Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) geregelt. Die GmbH kann zu jedem rechtlich zugelassenen Zweck gegründet werden, wobei die Rechtsform durch die Ergänzung GmbH im Unternehmensnamen kenntlich zu machen ist. Die Gesellschafter haben entsprechend ihrer Anteile ein Recht auf Gewinnbeteiligung des Unternehmens sowie eine Pflicht zur Verlustbeteiligung. Grundsätzlich sind alle Gesellschafter zur Geschäftsführung berechtigt, gleichwohl die Geschäftsführung im Gesellschaftsvertrag auch einem Geschäftsführer allein übertragen werden kann, der nicht Gesellschafter der GmbH sein muss.

Für die GmbH gilt per HGB die Formkaufmannseigenschaft, was bedeutet, dass die GmbH ins Handelsregister einzutragen ist und immer, jedoch nicht ausschließlich, der Gewerbesteuerpflicht unterliegt. Diese Formkaufmannseigenschaft impliziert außerdem eine Buchführungspflicht und die Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses und Lageberichts sowie zur Dokumentation und Aufbewahrung der Geschäftskorrespondenz. Zur Beschlussfassung innerhalb der GmbH sind Gesellschafterversammlungen abzuhalten, bei welchen zahlreiche Kontroll- und Genehmigungsrechte ausgeübt werden können und müssen. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße, d.h. bei mehr als 500 Arbeitnehmern ist außerdem die Gründung eines Aufsichtsrates erforderlich, kann aber auch unterhalb dieser Grenze freiwillig erfolgen.

Die offene Handelsgesellschaft (OHG)

Eigenschaften

Die OHG ist eine Personengesellschaft und vertragliche Vereinigung zum Betrieb eines Handelsgewerbes von zwei oder mehr natürlichen oder juristischen Personen unter gemeinschaftlicher Firma, wobei alle Gesellschafter unbeschränkt und persönlich mit ihrem Privat- und Geschäftsvermögen haften. Zur Gründung sind zwei oder mehr natürliche oder juristische Personen erforderlich.

Vor- und Nachteile

Die Gründung einer OHG ist formlos durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages möglich, obwohl sich stets die Schriftform empfiehlt. Auch ein Mindestkapital ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die unbeschränkte Haftung der Gesellschafter mit ihrem Gesamtvermögen kann sich für diese nachteilig auswirken, gleichwohl die Kreditwürdigkeit der OHG aus Sicht der Banken dadurch erhöht werden kann.

Rechte und Pflichten

Die OHG ist rechtlich im HGB verankert. Die offene Handelsgesellschaft ist keine selbständige Rechtspersönlichkeit, auch wenn sie im Rechtsverkehr teilweise als solche behandelt wird, d.h. sie kann am Geschäftsverkehr teilnehmen, Verbindlichkeiten und Grundstücke käuflich erwerben sowie vor Gericht klagen und verklagt werden. Es besteht eine Pflicht zur Eintragung einer OHG in das Handelsregister und die Firma hat die Ergänzung OHG im Namen zu führen.

Zur Geschäftsführung sind die Gesellschafter grundsätzlich gemeinsam berechtigt, allerdings  kann dieses Recht vertraglich auf einzelne Gesellschafter übertragen werden. Die Vertretung der Gesellschaft nach außen erfolgt nur durch die geschäftsführenden Gesellschafter. Als Geschäftsführer können nur Gesellschafter der OHG bestellt werden. Ist im Gesellschaftsvertrag nichts Gegenteiliges geregelt, erfolgt die Gewinnbeteiligung mit einer Verzinsung des Kapitalanteils von vier Prozent – oder weniger, wenn der Gewinn nicht ausreicht – und einer angemessenen Verteilung des Restbetrages nach Gesellschafteranteilen. Verluste werden anteilig auf die OHG-Gesellschafter verteilt. Allgemein bestehen für die OHG verschiedene Steuerpflichten, wie die Einkommenssteuerpflicht, die Umsatz- und Gewerbesteuer und ggf. die Lohnsteuer bei angestellten Mitarbeitern.

Die Kommanditgesellschaft (KG)

Eigenschaften

Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft und als solche eine vertragliche Vereinigung zum Betrieb eines Handelsgewerbes von zwei oder mehr natürlichen oder juristischen Personen unter einer gemeinschaftlichen Firma, wobei – und das ist die besondere Eigenschaft der KG – ein oder mehrere Gesellschafter (Kommanditist) in ihrer Haftung auf die Höhe eines gesellschaftsvertraglich bestimmten Vermögensbetrages beschränkt ist, während bei mindestens einem oder mehreren Gesellschaftern (Komplementär) die Haftung unbeschränkt bleibt und sich auch auf deren Privatvermögen erstreckt. Die persönliche Haftung kann auch durch eine GmbH vorgenommen werden, wobei sich die Haftung dann lediglich auf das Gesamtvermögen der GmbH erstreckt. Die besondere Form der weiteren Haftungsbeschränkung wird durch den Zusatz GmbH & Co. KG gekennzeichnet.

Vor- und Nachteile

Die Gründung einer Kommanditgesellschaft ist relativ einfach ohne Erfordernis eines bestimmten Mindestkapitals möglich. Auch wenn ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag per Gesetz nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt sich diese aus Gründen der Dokumentation und Beweisführung. Vorteilhaft sind außerdem die Haftungsbeschränkung der Kommanditisten und die Möglichkeit zur Schaffung einer guten Kapitalbasis durch Aufnahme mehrerer Kommanditisten. Die Komplementäre, mit Ausnahme der GmbH & Co. KG, ermöglichen eine Hohe Kreditwürdigkeit. Im Innenverhältnis können flexible Regelungen im Gesellschaftsvertrag getroffen werden.

Die Kommanditgesellschaft hat keine eigene Rechtspersönlichkeit, obwohl sie in einigen Fällen als solche im Rechtsverkehr behandelt wird, d.h. sie kann am Geschäftsverkehr teilnehmen, Verbindlichkeiten und Grundstücke erwerben, vor Gericht klagen und verklagt werden. Durch die grundsätzliche Beschränkung von Geschäftsführung und Vertretung auf die Komplementäre erhalten diese einen höheren Gestaltungs- und Handlungsspielraum, wobei die Kommanditisten Kontrollrechte wahrnehmen können. Dies setzt insgesamt ein großes Vertrauen zwischen allen Gesellschaftern voraus.

Rechte und Pflichten

Als Spezialform der OHG unterliegt die KG rechtlich und abgesehen von wenigen Ausnahmen den Regelungen der OHG, welche im Handelsgesetzbuch verankert sind. Zur Führung der Geschäfte und Vertretung der KG nach außen sind ausschließlich die persönlich haftenden Gesellschafter berechtigt, jedoch können die Kommanditisten durch Beschluss im Gesellschaftsvertrag an der Geschäftsführung beteiligt werden oder auch Komplementäre davon ausgeschlossen werden. Die Kommanditisten können den Handlungen der Komplementäre auch nicht widersprechen, solange diese nicht über den gewöhnlichen Betrieb des Handelsgewerbes der KG hinausgehen. Die Beteiligung der Gesellschafter erfolgt per Gesetz mit einer Verzinsung von vier Prozent – oder einem geringeren Prozentsatz, wenn der Gewinn zu gering ist – und einer Verteilung des Restgewinns nach einem angemessenen Verhältnis der Anteile, wobei gesellschaftsvertraglich Weiteres geregelt werden kann. Die Verlustbeteiligung erfolgt angemessen nach Anteilen, beim Kommanditisten jedoch nur bis zur Höhe seines Anteils.

Die Kommanditgesellschaft muss in das Handelsregister eingetragen werden und die Bezeichnung KG im Namen führen. Für die KG besteht eine Buchführungspflicht, die Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses sowie zur Dokumentation und Aufbewahrung der Geschäftskorrespondenz. Grundsätzlich unterliegt die KG verschiedenen Steuerpflichten, wie der Einkommenssteuerpflicht, der Umsatz- und Gewerbesteuer und ggf. der Lohnsteuer bei angestellten Mitarbeitern.

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Eigenschaften

Die GbR, auch bezeichnet als BGB-Gesellschaft, ist vom Charakter eine Personenvereinigung, bei der sich gemäß § 705 BGB die beteiligten Gesellschafter zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles und zur Zahlung der vereinbarten Beiträge verpflichten. Die Gründung kann formlos erfolgen, erfordert jedoch bei gewerblicher Tätigkeit die Gewerbeanmeldung.

Vor- und Nachteile

Die Gründung einer GbR ist schnell und kostengünstig zu realisieren, ohne Erfordernis eines Mindestkapitals und rechtliche oder notarielle Begleitung. Die GbR kann zu beliebigen, rechtlich zulässigen Zwecken errichtet werden und ist überdies gesellschaftlich und gesellschaftsvertraglich flexibel gestaltbar. Die Nachteile eine GbR liegen in der persönlichen und unbeschränkten Haftung der Gesellschafter, in der Nachhaftung verbleibender Gesellschafter bei Ausscheiden eines Gesellschafters sowie in der unpräzisen Formulierung von gesetzlichen Regelungen, die die detaillierte Formulierung von Regelungen in Form eines Gesellschaftsvertrages erfordern, um spätere Konflikte zu vermeiden. Aufgrund der Erfordernis zur gemeinschaftlichen Entscheidung bzw. wegen des Widerspruchsrechts bei übertragenen Einzelbefugnissen besteht eine starke Abhängigkeit zwischen den Gesellschaftern, welche die Geschäftsführung und Vertretung sowie mithin die Erreichung des gemeinsamen Ziel beeinträchtigen können.

Rechte und Pflichten

Die rechtliche Verankerung der GbR liegt im BGB. Zur Geschäftsführung und Vertretung der GbR sind die Gesellschafter grundsätzlich gemeinschaftlich berechtigt. Die Übertragung der Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis auf einen oder mehrere Gesellschafter per Vertrag ist möglich, wobei den übrigen Gesellschaftern ein Widerspruchsrecht zusteht. Alle Gesellschafter können verschiedene Kontrollrechte ausüben. Ohne abweichende gesellschaftsvertragliche Regelung erfolgt die Gewinn- und Verlustverteilung gleichmäßig auf alle Gesellschafter, nach Auflösung der Gesellschaft oder bei längerem Bestehen der Gesellschaft am Ende eines jeden Geschäftsjahres.

Eine Pflicht zur Eintragung der GbR in das Handelsregister besteht nicht. Es besteht eine Pflicht zur Erbringung der Gesellschaftsbeiträge, jedoch ohne Nachschusspflicht im Verlustfall, es sei denn der Gesellschaftszweck kann ohne die Beitragserhöhung nicht erreicht werden. Gegen seinen Willen kann ein Gesellschafter nicht zur Erhöhung der Beiträge verpflichtet werden, jedoch ändern sich in einem solchen Fall die Verhältnisse der Gesellschaftsanteile. Je nach Ausgestaltung unterliegt die GbR verschiedenen Steuerpflichten, wie der Einkommenssteuerpflicht der Gesellschafter, der Umsatz- und Gewerbesteuer bei gewerblicher Tätigkeit und ggf. der Lohnsteuer bei angestellten Mitarbeitern.

Die Limited (Ltd.)

Eigenschaften

Die Limited ist eine britische Rechtsform und Kapitalgesellschaft, welche in Deutschland – mit Abweichungen – der GmbH entspricht. Für die Gründung einer Limited ist mindestens ein oder mehrere Gesellschafter (Shareholder) sowie eine Anschrift und ein Vertreter in Großbritannien erforderlich. Ein Notar ist nicht erforderlich, sondern nur der Eintrag im Gesellschaftsregister in Großbritannien sowie die Ausgabe der Gründungsurkunde, durch die das Gesellschaftsregister führende Behörde. Die wichtigsten Organe der Limited sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsleitung sowie der Sekretär, eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Position.

Vor- und Nachteile

Die Gründung einer Limited ist innerhalb weniger Tage möglich, da im Gegensatz zur deutschen GmbH wird für die Gründung einer Ltd. ein Mindestkapital von einem britischen Pfund benötigt. Die Limited ist eine juristische Person mit dem Vermögen der Gesellschaft. Die Gesellschafterhaftung ist begrenzt, d.h. sie haften grundsätzlich nur mit der Höhe ihrer Einlagen bzw. mit dem Privatvermögen nur in der Höhe noch ausstehender Einlagen. Die Erweiterung des Unternehmens um neue Gesellschafter sowie die Erhöhung der Kapitalbasis sind jederzeit möglich.

Obwohl die Gründung einer Limited schnell und kostengünstig möglich ist, fallen bei einer Gründung aus Deutschland unterschiedlich hohe Kosten für Zusammenarbeit mit entsprechenden Anbietern für die Bereitstellung einer Adresse und eines Vertreters in England an, was eine Abhängigkeit bedeuten kann.

Rechte und Pflichten

Rechtlich bewegt sich die Limited im deutschen als auch im englischen Recht. So gilt zum einen das englische Gesellschaftsrecht und sowie steuerliche und bilanzielle Pflichten nach deutschem und englischem Recht. Für eine in Deutschland tätige Limited sind außerdem eine Gewerbegenehmigung und die Anmeldung beim Finanzamt erforderlich. Weitere Pflichten sind neben der genannten Pflicht zur Verfügbarkeit einer Anschrift und eines Vertreters in England die Pflicht zur Erbringung der Einlagen.

Die Gesellschafter sind nicht zur Geschäftsführung und Vertretung berechtigt. Hierzu müssen ein oder mehrere Geschäftsführer in der Gesellschafterversammlung berufen werden, die, wenn nicht anders geregelt, gemeinschaftlich zur Geschäftsführung und Vertretung befugt sind. Die Entscheidung über die Gewinnverwendung obliegt ebenfalls der Gesellschafterversammlung, zu deren Teilnahme jeder Gesellschafter berechtigt ist. Gewinne können bspw. im Unternehmen behalten werden oder prozentual nach Anteilen an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Darüber hinaus verfügen die Gesellschafter über Kontrollrechte bspw. hinsichtlich der Einsicht in bestimmte Dokumente der Gesellschaft sowie Vorlage von Bilanz, GuV, Jahresabschluss, Geschäftsbericht etc.

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